Soundscape «I am not alone»

«I am not alone» wird als ein Live-Soundscape bis Ende 2021 in 15 verschiedenen Museen der Schweiz realisiert. Umgesetzt wird das Projekt von sieben professionellen Musikerinnen und Musikern mit Spezialisierung in zeitgenössischer Musik und Improvisation. Die antike Route der Via Egnatia begegnet dem Publikum als akustisches Bild aus Geräuschen, Stimmen und Klängen. Zu jeder Ausgabe wird eine Person aus dem Kulturbereich eingeladen, um als Chronistin/Chronist Begebenheiten und Eindrücke festzuhalten. Dieses Material wird von den Musikerinnen und Musikern am nächsten Aufführungsort improvisatorisch verarbeitet. Dadurch erweitert der Soundscape auf jeder Station seiner Reise die Geschichte der Via Egnatia. Er kreiert ein gegenwärtiges Echo einer Migrationsroute, auf der seit über 2000 Jahren Menschen, Ideen und Artefakte zirkulieren.

Via Egnatia

Die Via Egnatia gehörte zu den wichtigsten antiken Handels- und Verbindungsstrassen. Sie führte von Durrës (Albanien) über Nordmazedonien und Griechenland bis nach Konstantinopel und steht bis heute für die Verbindung zwischen Westeuropa und Südosteuropa. Auf dieser Route finden auch in der Gegenwart vielfältige Migrationsbewegungen aus ganz unterschiedlichen Gründen in beide Richtungen statt. Menschen, Objekte, kulturelle Traditionen, Hoffnungen und Ideen sind mobil und schreiben die Jahrtausende alte Geschichte der Via Egnatia weiter.

Die Migrationsforscherin Sandra King-Savic realisierte 2016 ein Recherchevorhaben entlang der Via Egnatia und führte mit der lokalen Bevölkerung zahlreiche Gespräche über ihren Alltag sowie ihre Sicht auf die Via Egnatia, den Balkanraum und ihre Wahrnehmung des ‹Westens›. Der Dramaturg Serge Honegger wandelte dieses Material in ein Performance-Skript um, das dem Soundscape «I am not alone» zugrunde liegt.

Tour

05.09.2020 Zürich Musée Visionnaire / 19 - 22 Uhr
07.11.2020 St.Gallen Textilmuseum / 14:30 - 17 Uhr
22.11.2020 Rapperswil Polenmuseum / 14 - 17 Uhr
13.12.2020 Winterthur Münzkabinett / 14 - 17 Uhr
17.01.2021 Luzern Gletschergarten
21.03.2021 Brugg Museum Vindonissa
10.04.2021 Lenzburg Ikonenmuseum
11.04.2021 Bubikon Ritterhaus
05.08.2021 Wettingen Museum Eduard Spörri
04.09.2021 Biel/Bienne Kunsthaus PASQUART

COBBLESTONES

Zu jeder Ausgabe des Live-Soundscapes hat das Ensemble eine Chronistin oder einen Chronisten eingeladen, um das Geschehen in literarischer Form zu dokumentieren. Dieses Material wird von den Musikerinnen und Musikern jeweils in der Folgeaufführung verarbeitet. Als sprachlich-textliche Pflastersteine bilden die Beobachtungen der Chronistinnen und Chronisten die imaginäre Route der Via Egnatia durch die verschiedenen Museen. Eine Auswahl der Texte präsentieren wir in der Rubrik COBBLESTONES.

 

Giorgina Hämmerli - Musée Visionnaire Zürich

MITWIRKENDE

Performerinnen und Performer

Miro Hanauer, Stimme/Violine
Regina Hui, Stimme/Violine
Andrea Knutti, Stimme/Blockflöten
Eva Mann, Stimme
Chiara Selva, Stimme/Violoncello
Reto Senn, Stimme/Klarinetten
Beat Vögele, Stimme/Harmonium

 

Chronistinnen und Chronisten (Stand Juli 2020)

Giorgina Hämmerli, Musée Visionnaire Zürich, 5. 9. 2020
Kosta Athanasopoulos, Textilmuseum St.Gallen, 7. 11. 2020
Sarah Elena Müller, Polenmuseum Rapperswil, 22.11.2020
Ruth Loosli, Münzkabinett Winterthur, 13. 12. 2020
Alexander Markin, Gletschergarten Luzern, 17. 01. 2021

 

Produktionsressorts

Naomi Blackwell, Coaching & Translation
Nicole Honegger, Graphikdesign & Print
Aline László, Filmdokumentation
Claudio Mascolo, Communication, Webdesign & Visuals

 

Projektleitung

Manuela Casari, Produktionsleitung
Serge Honegger, Konzept & Dramaturgie
Dr. Sandra King-Savic, wissenschaftliche Begleitung

MATERIAL

Musée Visionnaire Zürich